Die befähigte Person

Eine befähigte Person in der Elektrotechnik ist eine Person, die durch ihre Berufsausbildung, ihre Berufserfahrung und ihre zeitnahe berufliche Tätigkeit über die erforderlichen Kenntnisse zur Prüfung von Arbeitsmitteln verfügt. Die erforderliche Qualifikation der befähigten Person ist an die Berufsausbildung, die Berufserfahrung und die zeitnahe berufliche Tätigkeit gebunden. Die befähigte Person muß mindestens eine berufliche Ausbildung in einem Elektrotechnischen Beruf abgeschlossen haben.

Zusätzlich muss die befähigte Person Berufserfahrung in folgenden Tätigkeiten gesammelt haben:

Praktische Tätigkeit mit den zu prüfenden Arbeitsmitteln.

Betriebs- und Funktionsweise der zu prüfenden Arbeitsmittel.

Prüfen von elektrischen Arbeitsmitteln.

Erforderliche Kenntnisse im Umgang mit den Prüfmitteln.

Bewertung von Prüfergebnissen.

Beurteilung von geeigneten Prüfverfahren.

Beurteilung möglicher Gefährdungen durch die prüfende Tätigkeit.

Beurteilung möglicher Gefährdungen durch das zu prüfende Arbeitsmittel. 

Mindestens ein Jahr Erfahrung mit der Errichtung, dem Zusammenbau oder der Instandhaltung von elektrischen Arbeitsmitteln oder elektrischen Anlagen.

Eine elektrotechnische Ausbildung allein, macht keine EFK zur befähigten Person.


Die Rolle der befähigten Person in der Elektrotechnik wird in verschiedenen Vorschriften und Normen behandelt.

Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV):

Die BetrSichV legt fest, dass Arbeitsmittel, zu denen auch elektrische Anlagen und Betriebsmittel gehören, von einer befähigten Person geprüft werden müssen.

Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS):

Die TRBS 1203 “Befähigte Personen” konkretisiert die Anforderungen an die Qualifikation und die Aufgaben der befähigten Personen.

DGUV Vorschrift 3 (früher BGV A3):

Diese Unfallverhütungsvorschrift der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung behandelt die Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel.

DIN VDE 0701-0702:

Diese Normen regelen die Prüfung nach Instandsetzung, Änderung elektrischer Geräte sowie Wiederholungsprüfungen.

Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV):

Nach dieser Verordnung müssen Arbeitsmittel und Einrichtungen, die im Rahmen der Arbeit genutzt werden, sicher sein. Dazu gehört auch die Prüfung durch eine befähigte Person.